Aktuelles

Aufruf des IPP an ehemalige Heimkinder
unseres ehemaligen Kinderheims in Ludwigsburg-Hoheneck zur Aufarbeitung der Vorwürfe

In Bezug auf Vorwürfe der Ausübung von Gewalt und Vernachlässigung bzw. Lieblosigkeit im Kinderheim St. Josef in Hoheneck startet das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) aus München heute einen Aufruf an mögliche Opfer und Zeitzeugen, um den Forderungen nach unabhängiger Aufarbeitung nachzukommen.

Aufruf an mögliche Opfer von Gewalt und Vernachlässigung im katholischen Josefsheim in Ludwigsburg-Hoheneck

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Anfang des Jahres wird in der Presse  über Gewalt, Vernachlässigung und Demütigungen im ehemaligen, im Jahr 1992 geschlossenen Kinderheim St. Josef in Ludwigsburg-Hoheneck berichtet. Von kirchlicher Seite wurden hierzu Anlaufstellen genannt, an die sich bereits etliche ehemalige Heimkinder gewandt haben, die in Hoheneck von Gewalt und drakonischen Strafen betroffen waren. Von Betroffenen wurde jedoch auch der Wunsch nach einer unabhängigen Anlaufstelle geäußert, bei der sie ihre Erfahrungen schildern können. Diesem Wunsch ist die Ordensleitung nachgekommen und hat uns – das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in München – damit beauftragt, Berichte über die Heimzeit zu sammeln. Diese Berichte sollen die Grundlage für eine weitere Aufarbeitung der Geschehnisse sein.

Um möglichst fundierte Aussagen über die im Raum stehenden Vorwürfe und die Umgangsweise der Ordensleitung damit treffen zu können, sind wir darauf angewiesen, dass sich bei uns Menschen melden, die entweder selbst gewaltsame Übergriffe oder Vernachlässigungen erlitten oder davon als Zeugen Kenntnis erlangt haben.

Im Sinne der Aufarbeitung ist es unser Ziel, mit Betroffenen , die sich über den Aufruf gemeldet haben,  sowie mit ehemaligen Mitarbeiter*innen des St. Josefsheims, Verantwortlichen des Trägers und weiteren Personen, die etwas zur Aufklärung der Sachverhalte beitragen können, Interviews zu führen.

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns entsprechende Informationen zukommen lassen und laden Sie daher herzlich ein, mit uns Kontakt aufzunehmen. Das betrifft auch all jene, die sich bereits bei einer anderen Anlaufstelle gemeldet haben.

Ihre Meldung kann über die hierfür eingerichtete E-Mail-Adresse

josefsheim@ipp-muenchen.de

oder im Zeitraum 23.04.2019 bis 10.05.2019 unter der
Telefonnummer 0152 34 70 68 30 zu folgenden Zeiten geschehen:
Montag & Freitag jeweils von 10 Uhr bis 12 Uhr
Dienstags, Mittwochs & Donnerstags jeweils von 17 Uhr bis 19 Uhr.

Ihre Angaben werden von uns selbstverständlich streng vertraulich behandelt.

Das IPP ist ein unabhängiges sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut mit Sitz in München und steht in keinem Abhängigkeitsverhältnis bzw. Interessenkonflikt mit der katholischen Kirche oder anderen religiösen Einrichtungen. Die Mitarbeiter des Instituts verfügen über umfassende Erfahrungen in der Aufarbeitung von Missbrauchs- und Misshandlungsfällen u.a. in kirchlichen Einrichtungen.

Weitere Informationen zum IPP können Sie unter http://www.ipp-muenchen.de/ erhalten.

Aufruf an ehemalige Mitarbeitende
des Kinderheims, des Kindergartens oder der Kirchengemeinde

Im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Gewalterfahrungen von ehemaligen Heimbewohnern im Kinderheim St. Josef in Hoheneck ist es für das IPP von großem Interesse, auch Schilderungen von ehemaligen Mitarbeitenden aufzunehmen. Daher wäre unsere Bitte, dass auch ehemalige Mitarbeitende des Kinderheims, des Kindergartens oder der Kirchengemeinde mit dem IPP Kontakt aufnehmen und über ihre Erfahrungen berichten. Die Kontaktadresse lautet wie oben

Oder direkt über den Orden der Karmelitinnen:
Hausoberin Sr. Edith Riedle
Parkstr. 30
71642 Ludwigsburg
Tel. 07141/48886-
E-Mail: st.josef-st.edith@arcor.de

vielen Dank für Ihre Mitarbeit

mit freundlichen Grüßen Sr.Edith Riedle

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Am 1.4.2019 ist unsere Sr.M.Bertholda im Alter von fast 109 Jahren gestorben.